Das Körpervolumen dieser „Homo Solaris“, meist organisch-kapselartig und aufgeblasen oder sichelförmig und prall, auch schildartig konkav und nach innen gewölbt, will sich den Gesetzen der Schwerkraft entziehen. Nur die elegant gelängten Rüssel-Beine halten den Kontakt zum Boden – zierlich, schlangenartig dünn, fragil sogar. In faszinierendem Kontrast zur Körpermasse.
Unerhört leicht und kompakt zugleich scheinen sie. Einerseits wollen ihre vegetabilen Körper schwerelos schweben. Andererseits mit feinen Gliedern das Erdreich ertasten. Jene ungewöhnlichen, im wahrsten Wortsinn „fantastischen“ Skulpturenwesen, die „Homo Solaris“ des Südtiroler Künstlers Friedrich S. Feichter.
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„Wer wagt, durch das Reich der Träume zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.“
Feichter will seine Kunst als Mittler einer Formsprache verstanden wissen. Eine Formensprache der wahrnehmbaren und vorstellbaren Natur, die er als essentielle Kommunikationsmethode erachtet. Baumskulpturen, „Augen“- und „Cocoon“-Wesen führen diesen Gedanken fort – als neugierig losgelöste Wahrnehmung von Außenwelt und als eingekapselte Deutlichkeit einer inneren Form.
Friedrich Sebastian Feichter
Friedrich S. Feichter, der einstige „Holzschnitzer“, der Naturbursche aus dem Ahrntal, hütete als Kind Kühe. Er hat sich diese Sommer, mit ihrer Einsamkeit und den vielen Naturwundern, zu Verbündeten gemacht. Er träumte von Energie und strahlenden Wesenheiten, frei von jeglicher Erdbindung.
Geboren 1962 in Luttach, besuchte er die Schnitzschule in St. Jakob und studierte an der Höheren Technischen Lehranstalt in Graz Bildhauerei. Heute lebt und arbeitet er als freischaffender Bildhauer in Luttach.
CurriculumAuf unserer Suche nach dem Außergewöhnlichen stoßen wir bei der Kunst von Friedrich S. Feichter auf einen Planeten, der eigenen physikalischen, methodischen und inhaltlichen Gesetzen gehorcht.